Start der Innenrenovierung

Viel Händ´ geben ein schnelles End´

Es ist der 27.12.2011, 7:45 Uhr: Die Weihnachtsgottesdienste sind
gefeiert. Der Christbaum und die Podeste stehen noch. Es herrscht
andächtige Ruhe im Dämmerlicht des neuen Tages. Doch nach und nach füllt
sich die Kirche mit Menschen in Arbeitsanzügen. Polster werden
weggebracht, der Christbaum ebenso, die Orgel eingehaust, der Altar
geräumt und nach und nach surren die Akuschrauber, um die Sitzbänke zu
lösen. Traktoren fahren vor. Im Laufe des ersten Tages legen 34
Helferinnen und Helfer Hand an, um die Kirche auszuräumen. Jeder hat
seinen Platz, alle helfen zusammen. Als nachmittags um 15 Uhr ein Herr,
zuständig für die Sicherheit vor Ort, erscheint, hämmern die
Presslufthämmer die Sandsteinplatten los, damit der Graben für den
Kabelkanal ausgehoben werden kann. Der Holzboden wurde vorher aufgesägt,
die Brettchen mit Nummern versehen, damit sie später wieder an ihren
Platz kommen. Die Empore ist geräumt. Die Böden sind abgedeckt und die
Treppen und Geländer abgeklebt.

Die Kanzel, der Altar und der Taufstein werden abgebaut und vor der
Kirche gelagert. In Sakristei, Chorraum und Kirchenschiff hämmern die Bohrhämmer, jaulen die Flexen und knirschen die Schaufeln, als die Kabelkanäle
gezogen wurden. Staub erfüllt die Luft. Männer in Grau von Kopf bis Fuß
sorgen dafür, dass später wieder Strom fließen kann. Unter den Helfern
sind auch Konfirmandinnen und Konfirmanden. Selbst Kinder lassen es
sich nicht nehmen zu helfen, wo es für sie möglich ist.

In den folgenden Tagen wird weiter an den Kanälen gearbeitet. Es wird gegraben, eingeschalt und betoniert. Am Ende ist es geschafft.
Nach aushärten des Betons werden die Kabel eingezogen. Ca. 5 km werden verlegt. Dicke Kabelstränge ziehen sich rechts und links am Kirchenschiff entlang - hinaus ins Freie, wo das Foyer gebaut werden soll und hoch zum Dachboden des Schiffs und selbst in den Turm. Die Elektriker sind unermüdlich und arbeiten von 9 Uhr morgens bis nach 18 Uhr abends.

Die Kirchengemeinde kann dankbar sein, dass für jedes Handwerk kundige
Fachleute mitarbeiten. Die Urlaubs.- und Ferientage zwischen Weihnachten
und Erscheinungsfest wurden für die Kirchensanierung "geopfert".
Die Helfer mussten natürlich mit kräftigenden Mahlzeiten (Vesper und
Nachmittagskaffee) versorgt werden. Dazu fanden sich Frauen aus der
Gemeinde, die selbst vor den großen Mengen nicht zurückschreckten. Auch
dafür herzlichen Dank.

Am 7.1.2012 sind die letzten Kabelklemmen genagelt. Am Montag kam schon
die Firma Gerstetter um die Schlitze zu verspachteln und den Innenputz
auszubessern.

Aufgrund der vielen Helfer waren die Arbeiten eine Woche schneller als erwartet erledigt. Mit Ausnahme von Elektroarbeiten sind zunächst keine weiteren Eigenleistungen möglich. Wahrscheinlich ist der nächste Arbeitseinsatz im März. Das wird aber noch rechtzeitig veröffentlicht und es wäre schön, wenn es wieder eine so große Hilfsbereitschaft gäbe.
 

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